Immobilien Zwangsversteigerung

Informationen, Tipps und Tricks

 

Grundsätze für die Zwangsversteigerung

Die Zwangsvollstreckung

Vor der Zwangsversteigerung wird die Zwangsvollstreckung eingeleitet, Voraussetzung dafür ist ein Zwangsvollstreckungstitel. Dieser kann sich aus einem Urteil, einem Prozessvergleich oder einer vollstreckbaren Urkunde (z.B. vollstreckbare Kaufvertragsurkunde eines Notars) ergeben. 

Ebenfalls ist eine Vollstreckungsklausel eine weitere Voraussetzung, mit ihr wird das Urteil bzw. die Urkunde versehen („vollstreckbare Urkunde“). dadurch wird sichergestellt, dass der jeweilige Schuldner von der gegen ihn eingeleiteten Zwangsversteigerung erfährt. Es erfolgt die Eintragung einer Zwangshypothek in das Grundbuch des Schuldners und die Zwangsversteigerung bzw. Zwangsverwaltung wird angeordnet, dies gilt als Beschlagnahme des Grundstücks, nebst wesentlicher und nicht wesentlicher Bestandteile und des Zubehörs., Der Gläubiger hat nun das Recht seine Forderungen gegenüber dem Schuldner aus dem Grundbesitz zu befriedigen. 

Schon im notariellen Kaufvertrag, bzw. mit Eintragung der Grundschuld wird eine Zwangsvollstreckungsklausel aufgenommen. Der Käufer stimmt der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen zu, sofern er den vereinbarten Kaufpreis nicht entrichtet, aber auch wenn er den monatlichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. 

 Schalten Sie vor dem Immobilienkauf  einen Gutachter ein, der Sie berät: www.der-Hausinspektor.de (Link!)

Zwangsversteigerung

Der Erwerb über die Zwangsversteigerung kann eine günstige Gelegenheit sein, jedoch sind auch beträchtliche Risiken damit verbunden. Der sicherlich interessanteste Aspekt ist die Tatsache, dass die Immobilie unter dem ermittelten Verkehrswert erworben werden kann, großer Nachteil ist jedoch, dass der Erwerber keinen Anspruch auf vorherige Besichtigung des Objektes hat, er kauft also  gewissermaßen "die Katze im Sack". 

Zwangsversteigerungen werden grundsätzlich von dem Amtsgericht des jeweiligen Zuständigkeitsbereiches durchgeführt, die Versteigerungstermine können daher direkt beim Amtsgericht nachgefragt werden. Zusätzlich sind die Amtsgerichte Verpflichtet die Termine öffentlich bekannt zu geben, dies erfolgt über die Tagespresse.

Der Zuschlag ist ein hoheitlicher Akt, daher wird der Ersteigerer nicht erst mit Eintragung ins Grundbuch Eigentümer sondern unmittelbar mit Zuschlag, er stellt dann den Antrag beim Amtsgericht das Grundbuch zu seinen Gunsten korrigieren zu lassen. 

 

Wo kann man sich über eine Zwangsversteigerung informieren

  • Internet:

Auf diversen Portalen findet man teilweise sehr gute Informationen zu den anstehenden Terminen.

Beim örtlichen Amtsgericht finden Sie auch alle Informationen zu Zwangsversteigerungen. Diese haben mittlerweile eine teilweise gute Internetpräsentation entwickelt:

Eingabe bei Google: Amtsgericht + ORT Rubrik Zwangsversteigerungen

z.B. http://www.amtsgericht-delmenhorst.niedersachsen.de/master/C11292147_N11317393_L20_D0_I6359595.html und dann dem Link folgen.

  • Zeitung:

Unter der Rubrik “öffentliche Bekanntmachungen” erfahren Sie Versteigerungsdatum, -ort und -zeit.

  • Kataloge:

Meist gegen eine Gebühr sind sogenannte Zwangsversteigerungskataloge erhältlich, aus denen sich die Zwangsversteigerungstermine ergeben.